Thomas Schmidt

Bunte Falter unter Glas
Zoologische Gärten für exotische Schmetterlinge


Kometenfalter (Argema mittrei)
Kometenfalter (Argema mittrei)
an einem Kokon

Schmetterlinge sind sympathische Insekten. Leider sehen wir sie immer seltener. Deshalb lohnt sich bestimmt der Besuch in einem Schmetterlingsgarten. Seit 1985 sind acht davon in Deutschland eröffnet worden. Hier fliegen farbenprächtige Exoten in tropischer Vegetation unter Treibhausglas. Feuchtheiß ist es, daß schon mal Brillen und Kameralinsen beschlagen. Ist die Sicht wieder klar, sieht man vielleicht vornehm gemusterte Schwalbenschwänze Nektar aus Hibiskusblüten schlürfen oder quirlige Passionsfalter bunte Wandelröschen umfliegen. Zum Amüsement der Besucher fliegen sie auch mal Kleider und Blusen mit floralen Mustern an.

Zebrafalter (Heliconius charitonius)
Ein Zebrafalter (Heliconius charitonius)
Sein leichter Wanzengeruch schützt ihn vor Vögeln und Eidechsen

Die Idee des Schmetterlingsgartens kam vom Briten Robert Goodey, der den englischen Hof mit Seide aus seiner Seidenspinnerzucht belieferte. Vor rund dreißig Jahren weitete er die Zucht auf andere Schmetterlingsarten aus und ließ die »fliegenden Edelsteine« gegen Eintritt bestaunen. Schmetterlingsgärten vermitteln Freude an der Natur und Verständnis für biologische Zusammenhänge. Wo sonst können Kinder noch den Hochzeitstanz der Falter erleben. In einem Schmetterlingsgarten fliegen bis zu tausend Exemplare von dreißig bis fünfzig Arten. Wer Glück hat, erblickt vielleicht einen großen gelben Schmetterling, dessen verlängerte Hinterflügel an Kometenschweife erinnern: der Kometenfalter aus Madagaskar. Er sieht aus wie eine Primaballerina beim Spitzentanz.

Blau leuchten die Flügel
von Precis orythia, einem wunderschönen Fleckenfalter aus Südostasien

  Fleckenfalter Precis orythia

Fotos: Thomas Schmidt
Enthalten in
Bezaubernde Schönheiten
Die erstaunliche Welt exotischer Schmetterlinge

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